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Verhaltenssucht

Verhaltenssucht bezeichnet eine Form der Abhängigkeit, die sich nicht auf den Konsum einer Substanz, sondern auf bestimmte Verhaltensweisen bezieht. Im Kontext von Cannabis kann eine Verhaltenssucht entstehen, wenn das Verhalten rund um den Konsum – etwa das ständige Beschaffen, der häufige Konsum oder das Verlangen danach – so dominant wird, dass es den Alltag und die Lebensqualität stark beeinträchtigt.

Obwohl Cannabis selbst eine psychoaktive Substanz ist und in erster Linie eine stoffgebundene Sucht auslösen kann, spielen bei manchen Nutzern auch verhaltensbedingte Mechanismen eine Rolle. Dazu gehören Gewohnheiten, Ritualisierungen und zwanghafte Verhaltensmuster, die sich unabhängig von der eigentlichen Wirkung der Droge entwickeln können.

Typische Merkmale einer Verhaltenssucht im Zusammenhang mit Cannabis sind unter anderem:

  • Ein starkes, kaum kontrollierbares Verlangen nach dem Konsum (Craving)
  • Vernachlässigung anderer Interessen und sozialer Kontakte zugunsten des Cannabiskonsums
  • Fortsetzung des Verhaltens trotz negativer Folgen für Gesundheit, Beruf oder Beziehungen
  • Entzugssymptome oder innere Unruhe beim Versuch, den Konsum zu reduzieren oder einzustellen

Eine Verhaltenssucht kann somit eine eigenständige Problematik sein, die neben der reinen chemischen Abhängigkeit vom Cannabis besteht und einer gezielten therapeutischen Behandlung bedarf.

Für mehr Informationen zum Thema Cannabis und Abhängigkeit siehe den Cannabis-Glossarartikel.