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Entourage-Effekt

Der Entourage-Effekt beschreibt das Phänomen, dass die Wirkung von Cannabis nicht allein durch einzelne Wirkstoffe wie THC oder CBD bestimmt wird, sondern durch das Zusammenspiel verschiedener Cannabinoide, Terpene und weiterer Pflanzenstoffe.

Dieses Zusammenspiel kann die therapeutischen Effekte verstärken, abschwächen oder in eine bestimmte Richtung lenken. So können zum Beispiel Terpene wie Myrcen, Limonen oder Linalool die Wirkung von Cannabinoiden beeinflussen – etwa indem sie beruhigend, stimmungsaufhellend oder schmerzlindernd wirken.

Der Entourage-Effekt ist ein zentrales Argument für die Nutzung von Vollspektrum-Produkten gegenüber isolierten Einzelsubstanzen. Er spielt insbesondere in der medizinischen Anwendung von Cannabis eine wichtige Rolle, da hier gezielt Kombinationen verschiedener Inhaltsstoffe für bestimmte Wirkungsprofile eingesetzt werden können.

Wissenschaftlich ist der Entourage-Effekt bislang noch nicht vollständig erforscht, wird aber zunehmend durch Studien gestützt. Er verdeutlicht, dass Cannabis als komplexes Wirkstoffsystem betrachtet werden sollte – und nicht nur durch den Gehalt einzelner Cannabinoide wie THC oder CBD.