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Trichome

Trichome sind mikroskopisch kleine, haarähnliche Strukturen, die auf der Oberfläche der Cannabisblüten, Blätter und teilweise auch auf den Stängeln vorkommen. Besonders auf den Blüten (den sogenannten „Buds“) sind sie in hoher Dichte vorhanden und erscheinen oft als kristalline Schicht, die der Pflanze ein frostiges Aussehen verleiht.

Funktion der Trichome

In der Natur dienen Trichome als Schutzmechanismus der Cannabispflanze: Sie helfen, Schädlinge abzuwehren, reduzieren Wasserverlust und schützen vor starker UV-Strahlung. Die in den Trichomen produzierten Harze enthalten eine Vielzahl an bioaktiven Stoffen wie THC, CBD und andere Cannabinoide sowie Terpene, die für Geruch, Geschmack und Wirkung der jeweiligen Sorte verantwortlich sind.

Bedeutung für Konsum und Verarbeitung

Trichome spielen eine zentrale Rolle bei der Herstellung von Cannabisprodukten. Sie enthalten die höchste Konzentration an Wirkstoffen und sind daher besonders relevant für die Produktion von Konzentraten wie Haschisch, Kief oder Extrakten. Auch bei der Qualitätsbewertung von Cannabisblüten ist die Dichte und Reife der Trichome ein wichtiges Kriterium.

Arten von Trichomen

Es gibt verschiedene Typen von Trichomen, die sich in Form und Funktion unterscheiden. Die wichtigsten in der Cannabispflanze sind:

  • Capitate-Stalked Trichome: Die größten und produktivsten Trichome, meist auf Blüten zu finden.
  • Capitate-Sessile Trichome: Etwas kleiner, sitzen direkt auf der Pflanzenoberfläche ohne Stiel.
  • Bulbous Trichome: Die kleinsten Trichome, kommen überall auf der Pflanze vor.

Die Reifung der Trichome – erkennbar an einer Farbveränderung von klar über milchig bis bernsteinfarben – wird oft genutzt, um den optimalen Erntezeitpunkt zu bestimmen.

Fazit
Trichome sind das Herzstück der Cannabispflanze, wenn es um Wirkung, Aroma und medizinischen Nutzen geht. Ihr Verständnis ist für Züchter:innen, Verarbeiter:innen und Konsument:innen gleichermaßen relevant.